Hand übergibt einen Schlüsselbund in eine geöffnete Hand

Bevor Sie das erste Haus von innen sehen,
sollten drei Dinge geklärt sein.

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Immobilie kaufen: das meiste entscheidet sich, bevor Sie besichtigen

Die meisten fangen bei den Anzeigen an. Man sieht sich um, fährt hin, schaut sich Küchen an – und merkt irgendwann, dass die eigentlichen Fragen ganz woanders liegen.

Was darf es kosten, wenn man alles mitrechnet? Soll darin gewohnt oder soll es vermietet werden? Und was kommt nach dem Kauf noch auf einen zu, weil das Haus dreißig Jahre alt ist?

Auf dieser Seite steht nicht, was wir anbieten, sondern was Sie vorher wissen sollten.

Drei Fragen vor der ersten Besichtigung

Wer sie beantwortet hat, besichtigt anders: nicht auf gut Glück, sondern mit einem Rahmen, in den das Haus passen muss.

1
Was darf es kosten – mit allem, was dazukommt? Neben dem Kaufpreis stehen in Baden-Württemberg 5,0 Prozent Grunderwerbsteuer, rund 1,5 bis 2,0 Prozent für Notar und Grundbuch und bei uns 3,57 Prozent Courtage inklusive Mehrwertsteuer. Zusammen etwa ein Zehntel des Kaufpreises. Bei Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen teilen sich Käufer und Verkäufer die Courtage – das schreibt das Gesetz vor (§§ 656c und 656d BGB). Was Ihre Bank von diesen Nebenkosten mitfinanziert und was aus eigenen Mitteln kommen muss, klären Sie am besten, bevor Sie sich in ein Haus verlieben.
2
Wollen Sie darin wohnen oder wollen Sie vermieten? Das klingt nach einer Frage, die sich von selbst beantwortet. Sie entscheidet aber darüber, worauf Sie bei jeder Besichtigung achten – und die beiden Antworten führen zu unterschiedlichen Immobilien. Der nächste Abschnitt stellt sie nebeneinander.
3
Was kommt nach dem Kauf? Heizung, Fenster, Dach, Elektrik – bei einem Haus aus den Siebzigern ist das keine Frage von ob, sondern von wann. Der Energieausweis im Exposé ist dafür der erste Anhaltspunkt: Er sagt Ihnen, wie das Gebäude im Vergleich dasteht. Lassen Sie sich die Belege über Modernisierungen zeigen. Ein Dach von 2019 ist eine andere Immobilie als ein Dach von 1974, auch wenn beide Häuser gleich aussehen.

Selbst einziehen oder vermieten – das ist nicht dieselbe Suche

Wer selbst einzieht, kauft ein Zuhause. Wer vermietet, kauft eine Rechnung. Beides ist völlig in Ordnung – nur führt es zu anderen Immobilien, anderen Lagen und anderen Fragen beim Termin.

Selbst einziehen
Vermieten
Was zuerst zählt
Selbst einziehenOb Sie sich darin wohlfühlen.
VermietenOb die Rechnung aufgeht.
Die wichtigste Zahl
Selbst einziehenWas Sie im Monat dauerhaft tragen können – Rate, Nebenkosten, Rücklage.
VermietenWas nach Zins, Tilgung, Verwaltung und Rücklage übrig bleibt.
Die Lage
Selbst einziehenIhr Alltag: Arbeit, Schule, Familie, Einkauf.
VermietenOb sich die Immobilie auch in zwanzig Jahren noch vermieten lässt.
Der Zustand
Selbst einziehenWas Sie selbst anpacken wollen – und was Sie wirklich anpacken werden.
VermietenWas in den nächsten zehn Jahren ansteht und wer es bezahlt.
Wer sonst noch gefragt ist
Selbst einziehenIhre Bank.
VermietenIhre Bank und Ihr Steuerberater. Abschreibung und Werbungskosten gehören dorthin, nicht zu uns.

Wo Sie weiterlesen können

Sie wissen noch nicht, in welche Richtung es gehen soll? Dann fangen wir bei Ihren Zahlen an und nicht bei den Häusern. Ein Gespräch, in dem wir Ihnen sagen, was in Ihrem Rahmen hier tatsächlich zu bekommen ist – auch dann, wenn die ehrliche Antwort „derzeit wenig“ lautet.

Und wenn Sie erst einmal wissen wollen, was Sie stemmen können: Darüber sprechen die Kollegen der Bausparkasse mit Ihnen, bevor Sie irgendwo unterschreiben.

Zu den Finanzlösungen

Geschrieben von Christoph van Genabith, Verkaufsleiter Immobilien · Stand September 2026