Kniestock
Kniestock – Die niedrige Wand zwischen Geschossdecke und dem Punkt, an dem die Dachschräge ansetzt, auch Drempel genannt.
Warum der Kniestock die Wohnfläche bestimmt
Im ausgebauten Dachgeschoss entscheidet der Kniestock darüber, wie viel Fläche überhaupt angerechnet wird. Die Wohnflächenverordnung zählt Flächen unter einer Höhe von einem Meter gar nicht, zwischen einem und zwei Metern zur Hälfte und erst darüber voll. Ein hoher Kniestock schiebt die Dachschräge nach oben – und damit die Grenze, ab der voll gerechnet wird.
Deshalb haben zwei Häuser mit gleich großem Obergeschoss sehr unterschiedliche Wohnflächen, je nachdem, wie hoch die Wand unter der Schräge ist. Wer im Exposé die Grundfläche statt der Wohnfläche angibt, rechnet das Haus größer, als es ist – und das ist einer der häufigsten Anlässe für Streit nach dem Kauf.
Verwandte Begriffe
Wohnflächenverordnung · Lichte Höhe · Empore · Aufenthaltsraum
Ausführlich erklärt
Im Heft „Was zur Wohnfläche zählt – und was nicht“, kostenlos als PDF. Zu den Heften
Erklärt von Ines van Genabith, Immobilienmaklerin, Sachverständige für Immobilienbewertung D1 (DEKRA zertifiziert) · Stand September 2026 · Eine Erklärung zur Orientierung, keine Rechtsberatung.